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Datenleck, Geldverbrenner Youtube, Menschenverbrenner DSDS

1. Warum wir nichts über den Hackerangriff berichtet haben und jetzt doch diesen Artikel schreiben
(buzzfeed.com, Marcus Engert)
„BuzzFeed News Deutschland“ hat sich mit dem letzten großen Hackerangriff beschäftigt und die Erkenntnisse ausnahmsweise nicht in einem Artikel sondern in einem 27-teiligen Twitter-Thread niedergeschrieben. Der Grund: „Wir hatten so viele Fragezeichen, dass wir dachten: Das können wir nicht in einen Artikel packen. Die Menschen wollen von uns Antworten, keine Fragen.“ Nach zahlreichen Reaktionen auf Twitter hat man sich entschieden, der Thematik doch einen Artikel zu widmen.
Weiterer Lesehinweis: Die netzpolitik.org-Analyse: Alles außer AfD: Was wir über das große Datenleck wissen (Markus Reuter).
Der Fall um die geleakten Daten wirft zudem die Frage auf, ob Journalistinnen und Journalisten die privaten Chatverläufe von Politikerinnen und Politikern lesen dürfen. Die Medienforscherin Jessica Heesen sagt dazu in der „taz“: „(…) bei einer Unterhaltung zwischen einer prominenten Persönlichkeit und ihren Familienangehörigen würde ich aus medienethischer Sicht keine ausführliche Analyse betreiben, sondern allenfalls einen kurzen Blick darauf werfen, um den Vorgang einzuordnen. Das muss ausreichen.“
Und zu guter Letzt die Lese-Empfehlung für: „Ups, ich hab‘ ja doch was zu verbergen.“ 5 Lehren für Journalist:innen aus dem #Hackerangriff (medium.com, Daniel Moßbrucker).

2. Youtube Advertising 2018: Welcher Spot hat massiv Geld verbrannt, welcher hat gezündet?
(omr.com, Roland Eisenbrand)
Christoph Burseg vom Youtube-Analyse-Tool „Veescore“ hat für „OMR“ ausgewertet, welche deutschen Werbetreibenden sich beim Youtube-Marketing geschickt anstellen — und welche Ihr Geld verschwendet haben. Zentrale Fragestellung der Analyse: Wie viele Views benötigt der Advertiser mit seinem jeweiligen Werbevideo, um jeweils einen neuen Abonnenten für seinen Kanal zu generieren? Die Ergebnisse reichen von grotesk viel bis überraschend wenig.

3. Kachelmann: „Ich arbeite für den MDR, nicht die ARD“
(dwdl.de, Timo Niemeier)
Jörg Kachelmann moderiert an der Seite von Kim Fisher seit dem 4. Januar wieder die MDR-Talkshow „Riverboat“. Im „DWDL“-Interview spricht er über seinen „Fuck the ARD“-Spruch, sein Verhältnis zu vielen Printmedien, seine Ziele und die Angst vorm Scheitern.
Mittlerweile kann sich Kachelmann etwas entspannen, zumindest, was die Quote anbelangt: „The Voice Senior“ endet blass, „Riverboat“ holt mit Kachelmann-Comeback beste Zuschauerzahl seit fast einem Jahr (meedia.de, Jens Schröder).
Hilke Lorenz hat sich die Sendung angeschaut und für die „Stuttgarter Zeitung“ besprochen: Der allzu forsche Herr Kachelmann.

4. Abgründe sind wichtig im Leben
(54books.de, Tilman Winterling)
Die „Süddeutsche Zeitung“ hat mit der Piper-Verlegerin Felicitas von Lovenberg über „Männer und männliche Eigenschaften“ gesprochen und sich unter anderem nach ihren Erfahrungen mit Sexismus erkundigt. Tilman Winterling hat das Interview gelesen und ist dabei nicht aus dem Kopfschütteln herausgekommen.

5. Solidarität für Fabrizio! – Nicht der DSDS-Kandidat war respektlos, sondern die Sendung, die ihn vorgeführt hat.
(nollendorfblog.de, Johannes Kram)
In der vergangenen Ausgabe von „Deutschland sucht den Superstar“ wurde genußvoll das Scheitern eines schwulen 21-jährigen Kandidaten zelebriert. Vom „respektlosesten Kandidat aller Zeiten“ war danach in den Medien die Rede, die nur zu gern der überdrehten RTL-Inszenierung folgten. Johannes Kram hat näher hingeschaut und erklärt, wie bei „DSDS“ derartige Fremdschäm- und Empör-Elemente eingebaut werden. Sein Resümee: „Der Mut eines jungen Mannes, zu sich selber zu stehen, wurde missbraucht für die Inszenierung einer Vernichtung. Ja, Fabrizio hat sich schlecht geschlagen. Vor allem aber hatte er das Pech, dies in einem Format zu tun, das darauf angewiesen ist, daraus Kapital zu schlagen. Wer hierfür Schadenfreude empfindet oder gar Wut auf den Kandidaten, weil er sich so für dessen peinliches Anderssein schämt, der muss sich fragen lassen, wie peinlich ihm das eigene Anderssein ist.“

6. Kann man die russische Mafia mit Powerpoint erklären?
(faz.net, Allegra Mercedes Pirker)
Die „FAZ“ hat den „Tatort“ vom Sonntagabend einem Faktencheck unterzogen und dazu verschiedene Sachverständige befragt, darunter ein Experte vom Bund Deutscher Kriminalbeamter, die Sprecherin des Bundeskriminalamts und ein Rechtsmediziner.

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