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Keine Hostelzimmer für Influencer, Rheinterrorblog, Werbepannen 2018

1. Weltweit 80 Medienschaffende getötet
(reporter-ohne-grenzen.de)
Traurige Bilanz des zu Ende gehenden Jahres: Weltweit wurden mindestens 80 journalistisch tätige Personen getötet, 348 Medienschaffende sitzen wegen ihrer Arbeit in Haft. Die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ setzt sich bei den Vereinten Nationen intensiv für die Einsetzung eines UN-Sonderbeauftragten für den Schutz von Journalistinnen und Journalisten ein. Das Ziel: Die Verantwortlichen für solche Verbrechen zur Rechenschaft zu ziehen und den Kreislauf der Straflosigkeit zu durchbrechen.

2. Können Journalisten profitieren?
(deutschlandfunk.de, Dieter Wulf)
Die Hostelkette A&O hat in den vergangenen drei Jahren nach eigenen Angaben mehrere hunderttausend Euro für Influencer-Marketing ausgegeben. Nun wendet sich die Budget-Herberge frustriert von dieser Werbeform ab: „Da hatten wir auch immer wieder Differenzen mit unseren Influencer-Partnern, die teilweise Rechtschreibfehler hatten und teilweise solche Fehler gemacht haben, dass wir nicht mal mehr als Marke erkennbar waren, und das ist natürlich ein Riesenproblem.“ Das könnte eine Chance für den Journalismus sein, so A&O: „Also Instagram-Accounts sind heute alle eigentlich austauschbar und alle gleich. Und gerade diese Individualität, die ja dann doch nicht vorhanden ist, die wird durch den Journalismus wieder zurückkommen.“ Diesen optimistischen Worten stehen jedoch die schlechter gewordenen Bedingungen im Reisejournalismus entgegen.

3. dpa-Faktencheck
(dpa.com)
„Welche Bedingungen muss eine Behauptung erfüllen, um in einem dpa-Faktencheck überprüft zu werden? Welche Behauptungen greifen wir in der Regel nicht auf? Wie geht dpa mit Fehlern in den eigenen Berichten um?“ Die Nachrichtenagentur dpa erklärt ausführlich, nach welchen Regeln Faktenchecks durchgeführt werden.

4. Zum Tod von Colin Kroll
(spiegel.de, Markus Böhm)
Anlässlich des Tods von Colin Kroll erinnert Netzwelt-Redakteur Markus Böhm an die Bedeutung der von Kroll entwickelten Sechs-Sekunden-Video-App namens Vine. Krolls Wirken habe entscheidenden Einfluss darauf gehabt, wie unser Online-Alltag heute aussieht.

5. Blogger wegen Fake News vor Gericht
(haz.de, Antonia Lange/RND)
Die Meldung über einen angeblichen Terroranschlag in Mannheim („Blutbad apokalyptischen Ausmaßes“) hat dem Betreiber des „Rheinneckarblogs“ neben vielen Klicks und Aufmerksamkeit, eine Geldstrafe in Höhe von 9.000 Euro eingebracht. Gegen letztere wehrte sich der Betreiber juristisch und ließ seinen Anwalt sogleich einen Befangenheitsantrag gegen die Richterin stellen. Das Gericht lehnte den Antrag jedoch ab und setzt die Verhandlung im Januar fort.

Weiterer Lesehinweis: „rheinneckarblog“-Redakteur vor Gericht: Anwalt wirft Richterin Befangenheit vor! (mannheim24.de).

6. Werbefails 2018: Das waren die größten Werbepannen in diesem Jahr
(t3n.de, Cornelia Dlugos)
Das Online-Magazin für digitale Wirtschaft t3n.de hat die schlimmsten Marketing-Fehltritte und Werbe-Fails 2018 zusammengestellt. Mit dabei sind so bekannte Markennamen wie H&M, Dr. Oetker, Mediamarkt, BMW und Heineken, aber auch die Bundeswehr.

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